Aktuelle BDEW-Studie zeigt: Großes Potenzial in Heizungskellern im Südwesten

Die meisten Wohnungen werden mit Erdgas beheizt / Anteil Anteil an Öl-Heizungen in Baden-Württemberg überdurchschnittlich hoch 

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© BDEW, Foto: Swen Gottschall

Eine aktuelle BDEW-Studie zum Thema „Wie heizt Deutschland?“ macht deutlich, dass in den Heizungskellern Baden-Württembergs ein großes Potenzial schlummert. Im Vergleich zum Bundestrend gibt es im Südwesten überdurchschnittlich viele Öl-Zentralheizungen. Von den 5,1 Millionen Wohnungen im Ländle wird ein Drittel (33,3 Prozent) so beheizt. Im Bundesschnitt liegt der Anteil bei nur 25 Prozent.

Der Anteil der Erdgas-Zentralheizungen liegt laut der repräsentativen Studie in Baden-Württemberg bei 30,1 Prozent, hinzu kommen 7 Prozent Erdgas-Einzelheizungen. Das bedeutet: Mit 37,1 Prozent wird in den meisten Wohnungen eine auf Erdgas basierende Heiztechnik genutzt (bundesweit sind es 45,5 Prozent). Fernwärme kommt in 8,1 Prozent (bundesweit 13,9 Prozent), eine Elektro-Wärmepumpe in 1,8 Prozent (bundesweit 2,2 Prozent) der Wohnungen zum Einsatz. 

„Die Studie zeigt, dass in Baden-Württemberg umweltschonende Heiztechnologien bisher weniger verbreitet sind als im Bundesschnitt“, sagt Torsten Höck, Geschäftsführer des Verbandes für Energie- und Wasserwirtschaft in Baden-Württemberg (VfEW). „Hier gibt es ein großes Potenzial, dass dringend ausgeschöpft werden sollte, wenn wir das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 erreichen wollen.“ Neben energetischen Sanierungen sieht er vor allem in der Heizungsmodernisierung und in dem Umstieg von Heizöl auf umweltschonendere Energieträger einen wichtigen Hebel. 

Die Energieversorger im Südwesten investieren daher unter anderem in den weiteren Ausbau der Fern- und Nahwärmeversorgung und gehen dabei auch neue Wege um CO2-arme Wärmelösungen zu entwickeln, wie das Beispiel der gerade entstehenden Solarthermieanlage in Ludwigsburg beweist. „Mit dem Verbot vom Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 ist ein weiterer Schritt getan“, meint Höck. Es gäbe genügend Alternativen zu Heizöl, wie beispielsweise die Nutzung von Erdgas in Verbindung mit Solarthermie oder der Einsatz von Wärmepumpen, die mit Ökostrom betrieben werden. 


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